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Flüchtlinge

Sie sind ein vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge anerkannter Flüchtling und können nun beim Jobcenter Leistungen nach dem SGB II beantragen. Hier finden Sie die wichtigsten Informationen für Ihren Start in das Berfusleben und diverse Ansprechpartner.

Welche gesetzlichen Ansprüche haben Flüchtlinge?

Jeder Flüchtling hat den Anspruch auf eine adäquate Unterbringung, Verpflegung und Betreuung. Außerdem hat jeder Flüchtling neben dem Recht auf Unterbringung auch einen Anspruch auf all jene Leistungen, die ihm nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) zustehen. Dieses Bundesgesetz regelt die Höhe und Form von Leistungen zur Sicherung des Grundbedarfs: Ernährung, Unterkunft, Kleidung, Gesundheits- und Körperpflege, Gebrauchs- und Verbrauchsgüter im Haushalt, Taschengeld für persönliche Bedürfnisse im Alltag, Leistungen bei Krankheit, Schwangerschaft und Geburt. Natürlich haben Flüchtlinge auch einen Anspruch auf eine ausreichende medizinische Versorgung.

Welche Unterlagen werden für den Erstantrag benötigt?

  • ALG II (Kurzantrag)
  • ALG II Antrag Familienmitglieder
  • Sofern Miete gezahlt wird und diese auch die Heizkosten beinhaltet, sollte die „Mietbescheinigung“ vom Vermieter ausgefüllt und vorgelegt werden.
  • Sofern die Heizkosten nicht in der Miete enthalten sind, sollte der „ALG II Antrag Kosten der Unterkunft“ genutzt werden, eine Mietbescheinigung ist dann nicht notwendig.
  • Weitere Nachweise:
    • Anerkennungsbescheid des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge
    • alle vorhandenen Ausweispapiere
    • Nachweise über Heizkosten, d. h. Schreiben des Energieversorgers mit Abschlagshöhe
    • Nachweis über Haushaltsstrom, d. h. Schreiben des Energieversorgers mit Abschlagshöhe
    • Mietvertrag
    • Kontonummer und wenn Konto nicht neu eröffnet wurde, Auszüge der letzten 3 Monate
    • Kranken- und Pflegeversicherungsunterlagen, ggf. auch nur die Anmeldung
    • ab 15. Lebensjahr und Schulbesuch eine Schulbescheinigung
    • sofern Einkommen erzielt wird, entsprechende Nachweise
    • sofern Sozialleistungen beantragt wurden (z. B. Kinder)

Dürfen Flüchtlinge arbeiten?

Die Zugangsmöglichkeiten zum Arbeitsmarkt hängen maßgeblich vom aktuellen Aufenthaltsstatus ab:

  • Personen mit einer Aufenthaltsgestattung (die sich also noch im Asylverfahren befinden) oder Duldung, die sich seit drei Monaten erlaubt, geduldet oder gestattet im Bundesgebiet aufhalten, können bei der Ausländerbehörde eine Arbeitserlaubnis beantragen. Diese kann erteilt werden, wenn die Bundesagentur für Arbeit der Ausübung der beantragten Beschäftigung zugestimmt hat. 
  • Nach positivem Abschluss des Asylverfahrens oder Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft wird eine Aufenthaltserlaubnis erteilt, mit der die Erwerbstätigkeit uneingeschränkt möglich ist.
  • Bei Nichtanerkennung der Asyl- oder Flüchtlingseigenschaft, aber bestehendem Abschiebungsverbot oder humanitären Gründen für den weiteren Aufenthalt, ist die Beschäftigung mit Erlaubnis der Ausländerbehörde möglich.
  • Duldungsinhabern darf die Beschäftigung nicht erlaubt werden, wenn sie es zu vertreten haben, dass der Aufenthalt nicht beendet werden kann (z.B. durch fehlende Mitwirkung, Täuschung).

Sind Flüchtlingskinder schulpflichtig?

Grundsätzlich haben alle in Niedersachsen lebenden Kinder die Pflicht und das Recht, eine Schule zu besuchen. Flüchtlingskinder im schulpflichtigen Alter werden in den Schulbetrieb integriert und erhalten meist zusätzlichen Deutschunterricht und/oder besuchen spezielle Sprachlernklassen.

Anerkennung ausländischer Abschlüsse

Informationen zur Anerkennung oder Übersetzung ausländischer Bildungsabschlüsse und deren Notwendigkeit finden Sie auf den Seiten des IQ- Netzwerkes Niedersachsen.

Ihr/e Arbeitsvermittler/in

Wenn Sie Ihre Leistungen nach dem SGB II beantragt haben sprechen Sie bei einer Ansprechperson aus der Arbeitsvermittlung vor. Die Arbeitsvermittler des Jobcenters, auch Integrationsfachkräfte genannt, erstellen mit Ihnen anhand Ihrer Kompetenzen und Qualifikationen einen Plan zur Integration in den Arbeitsmarkt. Sämtliche Schritte dazu werden in einer gegenseitigen Eingliederungsvereinbarung festgelegt. So wird bestimmt welche Leistungen für Sie vom Jobcenter erbracht werden und welchen Bemühungen Sie nachkommen. Ihr/e Arbeitsvermittler/in informiert und unterstützt Sie bei der Arbeits- oder Ausbildungssuche, bei der Suche nach Sprachkursen oder sucht mit Ihnen gemeinsam nach passgenauen Fördermöglichkeiten. Wenn Sie unter 25 Jahre alt sind werden Sie direkt am Tag der Antrastellung bei der Arbeitsvermittlung vorsprechen. Sofern Sie älter als 25 Jahre sind, erhalten Sie eine Einladung zu einem Gespräch bei Ihrer Integrationsfachkraft.

Sie möchten Deutsch lernen oder Ihre Deutschkenntnisse erweitern? Informationen zu Sprach- und Integrationskursen finden Sie bei folgenden Ansprechpartnern:

Öffnungszeiten »

Montag bis Freitag 7:30 Uhr bis 16:00 Uhr



Bei Fragen zu Ihrer Vermittlung in den Arbeitsmarkt oder Fördermöglichkeiten wenden Sie sich an Ihren/ Ihre Arbeitsvermittler/in.

Sollten Sie darüber hinaus Hilfestellung benötigen, informieren Sie sich bei den Beratungsstellen der Region.